Pädagogischer Ansatz

Pädagogischer Ansatz

Wir sind die erste Einrichtung in Rosenheim, die nach dem von der UNESCO 1991 als

„herausragend und weltbeste Vorschulpädagogik“ prämierten pädagogischen Konzept“

mit Ihren Kindern die Welt endeckt.

Wir leben mit den Kindern den "reggio-inspirierten pädagogischen Ansatz" und befinden uns im Zertifizierungsprozess, um diesen Namen tragen zu dürfen.

Pädagogischer Grundgedanke

  • Sicherheit gebende und emotional feinfühlige Pädagogik
  • Bedingungslose Wertschätzung und Vertrauen in die reiche Kompetenz von Kindern und ihre natürliche Neugier
  • Kinder sind aktive Forscher und kreative Gestalter mit der inneren Kunst des Geniesens und des Staunens
  • kindliche Bedürfnisse und Lernzugänge sind sehr unterschiedlich 
  • Von Achtsamkeit getragene Zusammenarbeit mit allen am Prozess des Werdens Beteiligten 
  • Aktiver Einbezug des sozialen Umfeldes der Kinder als Erfahrungsort   
  • Intensive Naturerfahrungen
  • aktiver Einbezug des sozialen Umfeldes der Kinder als Lern- u. Erfahrungsort

Pädagogische Umsetzung

  • Eine feinfühlige und achtsame Zuwendung ist unser Grundverständnis. Dies bedeutet eine bewusste Aufmerksamkeit im Moment für Ihr Kind und eine zeitnahe, angemessene und verlässliche Interaktion auf seine Bedürfnisse und Äußerungen. Kinder brauchen Erwachsene, bei denen sie sich wohl und geborgen fühlen und die ihnen Sicherheit und Schutz bieten, wenn sie überfordert, traurig oder sich anderweitig unwohl fühlen. Erst dann können Kinder explorieren und die Welt erkunden. Unser Bezugserzieherinnenmodell schenkt Ihrem Kind diese Nähe.

    Wenn die einzigartige Individualität von Kindern Raum findet, sind sie offen und es bildet sich in Erfahrung und Freude ein Bedürfnis nach Gemeinschaft. Wir schenken den Kindern Zeit dieses gemeinsame Sein zu genießen, bewusst die eigenen Bedürfnisse und Gedanken zu spüren, langsam sich in Andere einfühlen zu können, Offenheit und Reflexionsmöglichkeit zu entwickeln und gemeinsam zu wachsen. Leben wir diese Achtsamkeit den Kindern in der Erziehungspartnerschaft mit Ihnen vor, wird es ein Modell für ihre Entwicklung.

  • Entwicklungspsychologisch sind bei Kindern Entwicklungsfenster, als Zeiträume, in denen bestimmte Fähigkeiten wunderbar gelingen und damit verbundene Lernzugänge unterschiedlich. Der Prozess des Werdens und der Erkenntnis eines Kindes wird durch seinen inneren eigenen Bauplan, seine Bedürfnisse, seine Wünsche, seine Gedanken, seine Erfahrungen, Fähigkeiten und seine Ausdrucksweisen getragen. Wir möchten Ihrem Kind diesen persönlichen Freiraum mit einem innovativen, frühkindlichen Raumkonzept schenken. Dies bedeutet, die Kinder können sich in unserer Einrichtung nach ihren eigenen Interessen und Bedürfnissen über die meiste Zeit des Tages selbstbestimmt in den unterschiedlichen Erlebnisräumen bewegen und individuell lernen. Jeder Entdeckerraum hat ein eigenes inhaltliches, von den Kindern selbständig nutzbares und farblich einheitliches ästhetisches Raumkonzept. Wir bieten den Kindern momentan folgende Themen an:

    • Rollenspielraum aktuell mit Kinderwohnung, Reitstall, Frisör, Bibliothek, Feuerwehr- u. Polizeistationen und Freiraum
    • Bauraum aktuell mit großem Bauteppich, Podest, Schiff, Baggerlandschaft, Architekturbüro, Lichtwerkstatt
    • Atelier mit großem Kreativregal, Tisch in verschiedenen Arbeitshöhen, Malwand, Werkbank, Sandmalbereich  
    • Bewegungsraum mit Geräten für verschiedenste Bewegungslandschaften
    • Entspannungsraum mit Lichttisch, Hängesessel, Liegeoase, Bällebad

    Innerhalb des Themenraumes verändern sich die Materialien, wenn die Kinder sich einen anderen Inhalt wünschen oder brauchen. Spielmaterialien orientieren sich möglichst am wirklichen Leben mit ihrer realistischen Funktion (z.B. Säge), sind undefiniert und somit vielfältig kreativ einsetzbar (z.B. Papprollen) und möglichst aus Naturmaterialien. Die Kinder können ihren Gedanken damit auf kreative Weise Ausdruck verleihen und erleben im Wechselspiel von Suche und Erkenntnis, Sinn, Glück und eigene Lösungskompetenz.  

  • Aus Sicht der Hirnforschung lernen Kinder am Besten, wenn sie ihre wirklichen Fragen in Zusammenhängen und mit eigener Begeisterung selbst erforschen, fühlen und beantworten können. Langanhaltende Lernerfahrungen entstehen aus einer persönlichen Bedeutung. Im kindlichen Staunen entwickelt sich die Energie für das Untersuchen. In der bewussten Aufmerksamkeit für die tatsächlichen Fragen, Interessen und Wünsche der einzelnen Kinder, sowie dem Prinzip des gemeinsamen Denkens, nähern wir uns ihren Gedanken, lösen Handlungsprozesse aus oder setzen sie fort. Kinder verfügen über unterschiedliches Vorwissen und Vorerfahrungen. Es entstehen „Entdeckerprojekte“, deren Ideen aus den Kindern stammen, die sprudeln, sich vertiefen, verändern und Flow erzeugen. Sie sind Untersuchungen eines anfänglichen Themas, das einige Tage oder mehrere Wochen umfassen kann. Für das Entstehen eines Projektes reicht das anfängliche Interesse eines Kindes. Vielleicht fühlen sich andere Kinder gleich oder später inspiriert, sind mit der Thematik noch nie in Berührung gekommen oder möchten erst mal aus sicherer Distanz zuschauen. Das Thema kann sich in unvorhergesehene Richtungen entwickeln, weil Zusammenhänge neue spannende Fragen aufwerfen. Offenheit, Flexibilität und Neugier sind die Motivation um gemeinsam Erklärungen zu suchen, Freude am kreativen Gestalten zu haben oder sich mit allen Sinnen auszudrücken. Immer ist der Prozess das Ziel. Kinder lernen, wie sie sich Fragen nähern können, wie miteinander Neues entsteht, dass andere Kinder anders denken oder andere Erfahrungen haben, wo sie sich Unterstützung holen können, wie sie ihre Aktivitäten steuern und aufeinander aufbauend gestalten können.

    Während des Projektes werden Lernschritte bildlich dokumentiert. Das schafft Transparenz und Einladung währenddessen und im Nachgang Bewusstsein für das große Ganze, macht Lernen sichtbar, erzeugt sprachliche Reflektion und erfüllt Kinder mit innerer Stärke und äußerer Wertschätzung.